Fünf neue Startups im 6. Batch des SNIC Life Science Accelerators

Südniedersachsen. Ab 15. März werden fünf neue Startups im SNIC Life Science Accelerator der Projektträgerin: GWG Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Göttingen gefördert. Die Steuerungsgruppe hat am 4. März nach positivem Votum durch das Expertengremium AcceleRAT grünes Licht gegeben.

Neu dabei in Batch 6 sind:

ELPIS Simulations GmbH

Die ELPIS Simulations GmbH verbessert mit Computersimulationen biomechanischer Prozesse im Gehirn über eine eigens entwickelte Software die Risikobewertung für das Auftreten eines Schlaganfalls. Schlaganfall-Patienten sind dem erhöhten Risiko eines Rezidivs ausgesetzt. Daher ist eine engmaschige Kontrolle dieser Patienten und eine kontinuierliche Behandlung der Risikofaktoren erforderlich. Ein behandelnder Arzt kann mit Hilfe der Simulationsergebnisse genauere Diagnosen stellen und notwendige patientenspezifische Therapien ableiten. Die Software der ELPIS Simulation GmbH berechnet mit Hilfe neuartiger numerischer Methoden unter Berücksichtigung patientenspezifischer Daten sowie der Modellierung der Blutgefäße und des Bluts im Circulus arteriosus cerebri verschiedene medizinische Phänomene des Hirnkreislaufsystems.

Inkster GmbH

Die Inkster GmbHentwickelt und vertreibt einen mehrschichtigen Tattoo-Applikator, mit dem echt aussehende wasserfeste 2-Wochen-Tattoos auf die Haut aufgetragen werden können. Verwendet wird eine auf einem Fruchtextrakt basierende Farbe, die in die erste Hautschicht (Epidermis) einzieht. Das Tattoo verblasst mit der natürlichen Erneuerung der ersten Hautschicht. Kunden erhalten mit Inkster Zugang zur Tattoo-Kunst – ohne schlechtes Gewissen, gesundheitliche Risiken, hohe finanzielle Belastung, Mindestalter und lebenslange Verpflichtung.

livstem

livstem stellt primäre humane Leberstammzellen her, die dauerhaft in Kultur gehalten, vermehrt, gefriergelagert und anschließend wieder ausgereift werden können – anders als primäre humane Leberzellen, derzeit der Goldstandard für Stoffwechselforschung und Toxizitätsuntersuchungen in der Medikamentenentwicklung. Dazu werden Zellen aus Patientenbiopsien mit einem proprietären Verfahren kultiviert. Die Leberstammzellen von livstem haben das Potential, zu allen drei Zelltypen der Leber, also zu vollständigen Leberfunktionseinheiten ausgereift zu werden. Langfristig sollen diese organspezifischen und patienteneigenen Stammzellen für die Zell- und Gentherapie v.a. bei monogenetischen Lebererkrankungen Verwendung finden.

MAGNUS

MAGNUS bringt einen innovativen Desinfektionsmittel-Spender auf den Markt. Er ersetzt die herkömmliche Türklinke und ist Spender und Türöffner in einem. Das Öffnen der Tür wird auf diese Weise automatisch mit einer Händedesinfektion verbunden. Das Produkt wird alle Anforderungen der Fachgesellschaften (DGKH und des RKI) an Spender im Gesundheitssystem erfüllen. MAGNUS möchte dazu beitragen, dass Händehygiene zu einer Selbstverständlichkeit wird.

Mentalee

Mentalee entwickelt eine digitale App, die basierend auf dem Leuchtturmprojekt für Demenzprävention des Bundesministeriums für Gesundheit ein Multikomponenten-Präventionsprogramm bietet. Die App umfasst Denksport und koordinative Übungen, die mit auditiven und visuellen Reizen ergänzt werden. Die Übungsausführung wird durch Motion Tracking kontrolliert. Das Schwierigkeitsniveau kann individuell und in Echtzeit an das Leistungsniveau und an den Erkrankungszustand des Nutzers angepasst werden. Die Übungen sind erweiterbar bzw. beliebig miteinander kombinierbar. Die Verbindung zu Krankenkassen/ Ärzten wird über einen verschlüsselten Kanal mittels internationalen Standards (wie z.B. HL7) garantiert.