Regionaler Konsens

Der erste Eckpunkt beinhaltet den regionalen Konsens für den SNIC. Durch die Bündelung der maßgeblichen regionalen Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und den Kommunen in der SüdniedersachsenStiftung liegt bereits ein Netzwerk von Partnern vor. Diese Kooperationspartner des SNIC engagieren sich in der gemeinsamen Geschäftsstelle.

Koordinierte Dezentralität

Als zweiter Eckpunkt gilt für den SNIC der Grundsatz der koordinierten Dezentralität. Das Projekt baut auf bestehende Erfahrungen und Kompetenzen in der Region auf. Durch die Einbindung bestehender Strukturen sollen Synergieeffekte zwischen den Akteuren gehoben und Doppelstrukturen vermieden werden.
Hintergrund-Infos

Regionalökonomische Strategie

Südniedersachsen mit den Landkreisen Göttingen, Goslar, Holzminden und Northeim steht als Region vor einer Reihe großer Herausforderungen. Durch netzwerkübergreifende Zusammenarbeit, lösungsorientiertes Handeln und Konzentration auf die Zukunftsstärken können diese Herausforderungen gelöst werden. Der SüdniedersachsenInnovationsCampus bildet das „Herzstück“ der Regionalökonomischen Strategie Südniedersachsens.

Machbarkeitsstudie

Mit welchen Maßnahmen und Mitteln der SüdniedersachsenInnovationsCampus (SNIC) ins Leben gerufen werden soll, skizziert die Machbarkeitsstudie. Sie diente als Grundlage für die Projektanträge.

Was ist die RIS3-Strategie?

Hinter dem Kürzel RIS3 verbirgt sich die regionale Innovationsstrategie für intelligente Spezialisierung des Landes Niedersachsen. Für Südniedersachsen sehen die Autoren des Strategiepapiers besonders viel Entwicklungspotenzial in den folgenden drei Feldern:

  • Gesundheitswirtschaft, E-Health und Biotechnologie
  • Digitalisierung von Unternehmensprozessen
  • Neue Materialien und Produktionstechnik

Die Maßnahmen des SNIC sollen zur Stärkung und Weiterentwicklung dieser Spezialisierungsfelder beitragen.

Drei Arbeitsfelder

Der dritte Eckpunkt sieht drei Haupt-Arbeitsfelder für den SNIC vor. Deren Aufgaben sind klar getrennt, weisen aber auch Schnittstellen auf. So wird sichergestellt, dass die Beteiligten ihre Kernkompetenzen einbringen, aber auch über den Tellerrand schauen und das große Ganze im Blick behalten.

Gemeinsame Geschäftsstelle

Der vierte Eckpunkt ergibt sich aus der Bildung einer gemeinsamen Geschäftsstelle, um das Zusammenwirken der drei Arbeitsfelder zu koordinieren und damit die Wirkung der Aktivitäten für die gesamte Region zu erhöhen. Die Geschäftsstelle ist bei der SüdniedersachsenStiftung angesiedelt.
Entstehung des SNIC

Von der Idee zur Umsetzung

Die Idee der Gründung des SüdniedersachsenInnovationsCampus (SNIC) geht auf die regionalökonomische Strategie aus dem Jahr 2014 zurück, die von der SüdniedersachsenStiftung entwickelt wurde. Vorgesehen war in dem Strategiepapier die Schaffung der Innovationsregion Südniedersachsen mit dem Ziel, das Potenzial der Region durch die Verknüpfung von wichtigen Akteursgruppen aus Wirtschaft, Wissenschaft und den Kommunen zukünftig besser zu nutzen. Neben dem Aufbau eines Innovationsnetzwerks und entsprechender Kultureinrichtungen war der SNIC dabei als eine der tragenden Strukturen für die Innovationsregion vorgesehen.

Wie soll jedoch ein solcher Innovationscampus aufgebaut sein, welche Mittel werden benötigt und wie kann der konkrete Nutzen eines solchen Projektes aussehen? …

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Im Auftrag des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), des Zielgebiets Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung (RWB) sowie des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur (MWK) untersuchte die Georg-August Universität Göttingen diese Fragen. Anfang 2015 stellte das von Herrn Prof. Dr. Bizer geleitete Team die Ergebnisse ihrer Machbarkeitsstudie vor, die das Konzept für den weiteren Aufbau des SNIC darstellte. In der Studie wurden nicht nur die zentralen Eckpunkte des SNIC beschrieben, sondern auch die Aufgabenverteilung der drei Arbeitsfelder konkretisiert und der Plan für eine gemeinsame Geschäftsstelle entworfen.

Nun galt es, diese Ideen in einen rechtlich verbindlichen Rahmen zu setzen, um die Verantwortlichkeiten zu klären. Die vier Hochschulen der Region — die Georg-August-Universität Göttingen, die PFH Private Hochschule Göttingen, die TU Clausthal sowie HAWK Hildesheim – Holzminden – Göttingen — einigten sich im März 2015 in der Verbundvereinbarung auf die Aufgabenverteilung. Demnach sind die Hochschulen, jeweils mit der Unterstützung der SNIC-Geschäftsstelle, für die Projektkoordination eines Aufgabenbereichs verantwortlich.

Es blieb noch zu klären, wo diese Geschäftsstelle entstehen sollte und welche Akteure sich an ihr beteiligen würden. Die Landkreise und Hochschulen der Region, die Stadt Göttingen sowie die Handwerkskammer Südniedersachsen und die SüdniedersachsenStitung unterzeichneten schließlich im Frühjahr 2016 die Kooperrationsvereinbarung zur Errichtung einer gemeinsamen Geschäftsstelle. Diese Vereinbarung sieht die Angliederung der Geschäftsstelle an die SüdniedersachsenStiftung vor und klärt die jeweilige finanzielle Beteiligung der einzelnen Partner. Durch besonderes Engagement der IHK-Geschäftsstelle Göttingen, konnten zudem innovationsinteressierte Unternehmen aus der Region Südniedersachsen als Förderpartner gewonnen werden.

Die Geschäftsstelle des SNIC hat am 1. August 2016 den Betrieb aufgenommen.